Sektempfang, beschwingte Töne der Lehrerband, feierliche Zeugnisvergabe und ein reichhaltiges Fingerfood- und Grillbuffet – all das bot die diesjährige Abiturfeier der JPRS in der festlich geschmückten Aula des Berufsschulzentrums und beim anschließenden Empfang im Foyer der JPRS feierten 62 Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit ihren Familien, Freunden und Lehrkräften den erfolgreichen Abschluss ihrer Schulzeit.
Begleitet wurde der Abend von dem ebenso humorvollen wie zeitgemäßen Abimotto „CHATAbi – mit KI generiert, mit Herz absolviert“. Es greift die wachsende Bedeutung künstlicher Intelligenz im (Schul)-Alltag auf, erinnert aber zugleich daran, dass kein Algorithmus Eigenschaften wie Mut, Durchhaltevermögen, Empathie oder echte Freundschaften ersetzen kann. KI kann Texte schreiben, Aufgaben lösen und Ideen liefern – die Herausforderungen der vergangenen Jahre meistern mussten die Schülerinnen und Schüler jedoch selbst. Lernen, Fehler machen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Erfolge feiern – all das bleibt menschlich.
Schulleiter Timo Tuschling griff diesen Gedanken in seiner Ansprache auf. Künstliche Intelligenz könne zwar Antworten liefern, doch sie kenne weder Zweifel noch Freude über einen bestandenen Test, weder Lampenfieber vor einer Prüfung noch den Stolz, das Abiturzeugnis in den Händen zu halten. Die Absolventinnen und Absolventen hätten bewiesen, dass Erfolg nicht allein auf Wissen beruhe, sondern vor allem auf Ausdauer, Teamgeist und Herz. „Nutzen Sie die Möglichkeiten neuer Technologien – aber vergessen Sie nie, dass Kreativität, Menschlichkeit und Verantwortung durch nichts ersetzt werden können. Ihr wichtigstes Betriebssystem tragen Sie in sich“, gab er den Abiturientinnen und Abiturienten mit auf den Weg und wünschte ihnen alles Gute für ihren weiteren beruflichen und akademischen Lebensweg.
Auch Stefanie Gordt, Abteilungsleiterin des Wirtschaftsgymnasiums, gratulierte dem Jahrgang herzlich. Sie betonte, dass moderne Technologien viele Türen öffnen könnten, der entscheidende Unterschied jedoch immer von den Menschen gemacht werde. „Künstliche Intelligenz kann unterstützen – aber Leidenschaft, Charakter und Zusammenhalt entstehen nicht auf Knopfdruck. Darauf können Sie heute besonders stolz sein.“
Für besonders persönliche Momente sorgte die Rede von Stella Hintenlang und Ferdinand König. Mit viel Humor blickten sie auf die vergangenen Jahre zurück – auf stressige Klausuren, spontane Planänderungen, unvergessliche Klassenfahrten und zahlreiche gemeinsame Erinnerungen. Passend zum Abimotto stellten sie fest, dass eine KI zwar vielleicht die perfekte Abschlussrede hätte formulieren können, niemals aber die gemeinsamen Erlebnisse, das gegenseitige Unterstützen oder das Gefühl, diesen besonderen Moment miteinander zu teilen. Mit großer Dankbarkeit richteten sie ihre Worte an die Lehrkräfte, die sie nicht nur fachlich begleitet, sondern sie auch als Menschen gefördert und motiviert haben.
Jahrgangsbeste sind: Anton Hornung (1,3), Simon Knoblauch (1,4) und Martin Riehl (1,5).

